Kormany.hu BERICHTET ÜBER DIE NEUE INVESTITION
2019. október 1. 12:38
In der ungarischen Presse über uns publiziert
UNGARN ALS GEWINNER DER NEUEN WELTWIRTSCHAFTSÄRA
Außenwirtschafts- und Außenminister Péter Szijjártó bezeichnete Ungarn am Montag bei der Grundsteinlegung des Stahlkomponentenwerks der deutschen SENNEBOGEN-Gruppe in Litér (Komitat Veszprém) als einen der Gewinner der neuen Weltwirtschaftsära.
Mit einer Investitionssumme von 10 Milliarden Forint entsteht auf einer Fläche von 29.000 Quadratmetern ein neues Werk der SENNEBOGEN-Gruppe. Die Investition schafft 80 neue Arbeitsplätze und wird vom ungarischen Staat mit 1,27 Milliarden Forint gefördert.
Szijjártó betonte, dass in der neuen Weltwirtschaftsära neue Technologien über den wirtschaftlichen Erfolg entscheiden und sich dadurch auch die Wettbewerbsbedingungen grundlegend verändert hätten. Unternehmen konkurrierten um Kunden, während Staaten darum wetteiferten, neue Investitionen anzuziehen.
Ungarn sei in diesem Wettbewerb erfolgreich, da in jedem der vergangenen fünf Jahre ein neuer Investitionsrekord erzielt worden sei. Einen wesentlichen Beitrag dazu leiste die Tatsache, dass die ungarischen Arbeitskräfte derzeit die wettbewerbsfähigsten in Europa seien.
Als Beleg führte er an, dass Ungarn gemessen an der Bevölkerungszahl weltweit nur auf Platz 92 liege, beim Exportvolumen jedoch bereits Platz 34 einnehme.
Der Minister erinnerte daran, dass Ungarn zu den weltweit lediglich 35 Ländern gehöre, deren jährliches Exportvolumen mehr als 100 Milliarden Euro beträgt. Zudem bezeichnete er die nahezu vollständige Beschäftigung als einen bedeutenden Erfolg.
Auch das Komitat Veszprém habe hierzu einen wichtigen Beitrag geleistet: In den vergangenen fünf Jahren seien dort Investitionen im Gesamtwert von 160 Milliarden Forint realisiert worden, wodurch rund 2.900 neue Arbeitsplätze entstanden seien. Während die Arbeitslosenquote Ende 2010 noch bei 13 Prozent gelegen habe, sei sie inzwischen auf 1,1 Prozent gesunken. Gleichzeitig habe sich die Industrieproduktion im gleichen Zeitraum auf das Zweieinhalbfache erhöht.
Szijjártó hob außerdem hervor, dass Deutschland der wichtigste Handelspartner Ungarns sei. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern habe im vergangenen Jahr mehr als 54 Milliarden Euro erreicht. Im ersten Halbjahr dieses Jahres seien die ungarischen Exporte nach Deutschland um weitere vier Prozent gestiegen, während sich die Handelsbilanz gegenüber Deutschland um 30 Prozent verbessert habe.
Rund 6.000 deutsche Unternehmen beschäftigen in Ungarn etwa 300.000 Menschen.
Die SENNEBOGEN-Gruppe beschäftigt in Ungarn rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dass 82 Prozent der deutschen Unternehmen erneut in Ungarn investieren würden, sei ein deutliches Zeichen ihrer Zufriedenheit mit dem Standort, ergänzte Szijjártó.
Walter Sennebogen, Eigentümer der TLC Kft., erklärte, dass die Produktion nach den derzeitigen Planungen Ende des kommenden Jahres aufgenommen werden soll. Im Werk werden Metallbauteile geschweißt, die anschließend im deutschen Stammwerk zu Maschinen montiert werden.
Das Unternehmen wurde 1952 gegründet und nahm seine Tätigkeit in Ungarn 1993 auf. Die ersten Produktionsschritte erfolgten in Tatabánya – in einem ehemaligen Stall und mit angemieteten Maschinen. Später wurde die Produktion auch nach Balatonfüred ausgeweitet.
Michael Seiferling, Geschäftsführer der TLC Kft., erklärte, dass das neue Werk der steigenden Nachfrage gerecht werden solle und seine Tätigkeit der gesamten Region wirtschaftliche Impulse geben werde.
Nach den Worten von Attila Szedlák, Bürgermeister von Litér (Fidesz–KDNP), stehe die neue Produktionsstätte für wirtschaftlichen Aufschwung und markiere den Beginn eines neuen Kapitels in der Entwicklung der Gemeinde.
(MTI)